Information und Desinformation angesichts von #FakeNews und staatlicher #Propaganda: Ulli Wagner im Talk mit Martin Schlak und Andre Wolf

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19.06.2017, ein Beitrag von , und

Tag der Pressefreiheit 2017: Ulli Wagner im Talk mit Martin Schlak (Redakteur beim Reportagemagazin „GEO“) und Andre Wolf (Content- und Social Media Coordinator)


Über „Information und Desinformation angesichts von Fake News und staatlicher Propaganda“ spricht die Vorsitzende des Saarländischen Journalistenverbandes Ulli Wagner mit Martin Schlak und Andre Wolf.
Die SR-Journalistin befragt den Redakteur des Reportagemagazins GEO, Martin Schlak, über seine Erfahrungen während eines Undercover-Praktikums in der Berliner Redaktion von Russia Today. Als Fazit seiner Recherche kam Schlak zu der Bewertung: „Wahrheit ist das höchste Gut im Journalismus. Sie abzubilden, ist die wichtigste Aufgabe eines Journalisten. Gelenkte oder propagandistische Medien wie RT Deutsch produzieren dagegen alternative Wahrheiten, die besser in ihr Weltbild passen. Sie wollen den Glauben daran auflösen, dass es so etwas wie die wahre Version eines Ereignisses überhaupt gibt.“
Über den Umgang mit Wahrheit und Möglichkeiten der Entlarvung von Falschmeldungen im Internet berichtet Andre Wolf, Content- und Social-Media Coordinator der Initiative Mimikama – Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch mit Sitz in Wien. „Unsere Arbeit ist nicht als Hochglanzprojekt am Reißbrett entworfen worden, sondern selbst aus der Not entstanden. Mimikama hat eine Lücke gefüllt, welche den Verein selbst hervorgebracht hat“, so Wolf. „Das flächendeckend verfügbare Internet, sowie die einfache Teilnahme an sozialen Netzwerken hat zu einer sehr schnellen Kommunikationskultur geführt, in welcher durch vorschnelles Kommunizieren nicht nur von Privatpersonen, sondern häufig auch durch Medien die inhaltliche Qualität leidet.“ Seine Einschätzung zur Lage der heutigen Informationsgesellschaft lautet: „Wir leben nicht mehr in den Achtziger- oder Neunzigerjahren des letzten Jahrtausends. Wir können und dürfen nicht mehr zwischen »realer« und »virtueller« Welt unterscheiden, denn wir sind mittlerweile so weit vorgedrungen, dass beide Welten ineinander übergegangen sind.“