Dr. Helmut Albert (Leiter der Abteilung V – Verfassungsschutz im Ministerium für Inneres, Bauen und Sport des Saarlandes): Rechtsextremismus in den Medien – Zwischen Filterblasen und Mobilisierung zu Gewaltakten

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25.02.2019, ein Beitrag von

Vor rund 80 Jahren tobte sich ein von oben gelenkter antisemitischer und rassistischer Mob auf den Straßen Deutschlands aus. Jüdische Geschäfte wurden geplündert, Synagogen brannten und jüdische Bürger wurden misshandelt, getötet oder in den Suizid getrieben. Die Novemberpogrome 1938 hatten eine Vorgeschichte der antisemitischen Ausgrenzung und Diskriminierung, die den Weg bereitete in die Verfolgung und Ermordung von Millionen unschuldiger Menschen.
Gleichgeschaltete Medien unterstützten diesen Weg in die Barbarei. Viele Menschen beteiligten sich daran, noch mehr sahen weg. Rassistische Parolen und Verschwörungstheorien und eine Diffamierung demokratischer Strukturen und Institutionen gingen einher mit dem Aufbau einer Propaganda, die zunächst nur die eigenen Anhänger fanatisierte und schließlich den gesamten öffentlichen Raum beherrschte.
80 Jahre nach der Reichspogromnacht haben wir mit Dr. Helmut Albert, Leiter Abteilung Verfassungsschutz, Ministerium für Inneres, Bauen und Sport des Saarlandes über „Rechtsextremismus und Medien – Zwischen Filterblasen und Mobilisierung zu Gewaltakten“ gesprochen.