Zum Tag der Verfassung 2017: Meinungsfreiheit im Fokus der offenen Gesellschaft

Uwe Conradt

Von Uwe Conradt, Direktor der Landesmedienanstalt Saarland

Heute ist der Geburtstag der Bundesrepublik Deutschland. Heute vor achtundsechzig Jahren, am 23. Mai 1949, wurde durch den Präsidenten des Parlamentarischen Rats das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland verkündet. Das Saarland kam am 1. Januar 1957, die Länder auf dem Gebiet der DDR am 3. Oktober 1990 hinzu. Alle gemeinsam bilden sie das vereinigte Deutschland. Seit achtundsechzig Jahren ist die Bundesrepublik eine lebendige, freiheitliche, rechtsstaatliche repräsentative Demokratie.

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IT-Gipfel 2016: Talk Peter Turi / Prof. Dr. Dieter Dörr

IT-Gipfel 2016: Talk Peter Turi / Prof. Dr. Dieter Dörr (Universität Mainz) Digitalisierung, Meinungsfreiheit und Meinungsbildung Der Rechtswissenschaftler und Direktor des Mainzer Medieninstituts schildert die ungeheure Rolle neuer Informationsmedien bei der Meinungsbildung. Dies betrifft nicht nur Facebook und Twitter. Die Stärke dieser Angebote liegt in der Fülle an Informationen. Allerdings ist es schwer, deren Verlässlichkeit … (weiterlesen)

Immer noch alles Rundfunk? Vielfaltsicherung in fragmentierten Märkten

Impuls von Prof. Dr. Stephan Ory, Vorsitzender des Medienrates der LMS, Vorsitzender des Vorstandes und Direktor des Institut für Europäisches Medienrecht (EMR)

Rundfunk als lineares Programm hat weiterhin hohe Nutzungszahlen, egal über welchen Vertriebsweg, d.h. klassische oder IP-basierte Vertriebswege. Kleinanbieter wie die saarländischen Anbieter, die in diesem Konzert mitmischen wollen, haben ihre Hauptumsätze im klassischen linearen Bereich. Die Umsätze aus dem Online-Bereich sind gering. … (weiterlesen)

Algorithmen und Interessen – Wer bestimmt unsere Wahrnehmung?

Professor Dr. Dieter Dörr, Direktor des Mainzer Medieninstituts

Die Medienangebote und ihre Verbreitung verändern sich in den letzten Jahren rasant, um nicht zu sagen revolutionär. Dieser Prozess ist in erster Linie technikgetrieben. Entscheidend dafür ist die Digitalisierung der Kommunikationsinfrastrukturen, die in ihrer Bedeutung von Norbert Schneider, dem früheren Direktor der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen, bereits 2006 plastisch mit der Erfindung eines neuen Alphabets gleichgesetzt wurde.[1] Mit der Digitalisierung ist es möglich geworden, jedwede Kommunikationsinhalte auf verschiedenen Übertragungswegen zu verbreiten und für die Empfänger auf beliebigen Endgeräten verfügbar zu machen. Dies wird zutreffend als technische Konvergenz bezeichnet. Die fortschreitende Digitalisierung, die Leistungssteigerung der elektronischen Informations- und Kommunikationssysteme und ihre Privatisierung ergreifen immer mehr die Medienmärkte, also den Bereich der Inhalte und ihrer Verbreitung. … (weiterlesen)